Hat mein Hund einen gesunden Stuhlgang?

Der Stuhlgang Ihres Hundes sagt viel über das Wohlbefinden Ihres Hundes aus. Frisst Ihr Hund die richtige Nahrung, ist er aufgeweckt, entspannt und zudem frei von Würmern oder anderen Parasiten? Dann hat Ihr Hund wahrscheinlich einen gesunden Stuhlgang. Die Nahrung hat einen großen Einfluss auf die Menge und Zusammensetzung seines Stuhls. Je weniger Hundekot er absetzt, desto mehr Nährstoffe nimmt er auf und verwertet sie. Achten Sie also darauf, dass Sie den Kot Ihres Hundes regelmäßig kontrollieren. Bei einer Verdauungsstörung kommt es in den meisten Fällen zu einer Veränderung des Stuhlgangs.
Bei einer gesunden Verdauung arbeiten Darm, Leber und Bauchspeicheldrüse gut zusammen, um die Nahrung zu verdauen. Wie definiert sich ein gesunder Stuhlgang? Ein gesunder Stuhlgang ist formfest, hat eine (dunkel-) braune Farbe und keinen aufdringlichen Geruch. Der "Kothaufen" ist leicht einzusammeln, er ist nicht zu weich und nicht zu hart. Im Durchschnitt sollte Ihr Hund ein- bis zweimal am Tag koten. 


Mein Hund hat Durchfall

Wenn der Hundekot dünn oder breiig ist, Ihr Hund öfter koten muss oder sich Blut und/ oder Schleim im oder auf dem Stuhl zu beobachten ist, dann ist von Durchfall die Rede. Es ist eine normale Reaktion des Körpers, Stoffe auszuscheiden, die ihm nichts nützen oder sogar schädlich sind. 

Es wird zwischen akutem und chronischem Durchfall unterschieden. Die akute Form dauert weniger als drei Wochen und wird in der Regel durch Parasiten wie z.B. Würmer, Wurmkuren, Futterumstellungen, verdorbenem Futter, verunreinigtem Wasser oder durch einen Virus verursacht. Wenn Ihr Hund gesund ist, geht der Durchfall in der Regel von selbst vorüber. Bleibt der Durchfall aber auch noch nach drei Wochen, so spricht man von der chronischen Form. Es kann auch sein, dass der dünne Stuhl immer wieder zwischendurch zurückkehrt. Nehmen Sie in diesem Fall Kontakt zu Ihrem Tierarzt auf. 


Mein Hund hat Verstopfungen

Wenn der Stuhl hart und trocken ist, auseinander fällt oder abgeflacht ist und Ihr Hund während des Stuhlgangs deutlich pressen muss, ohne Erfolg, dann hat Ihr Hund wahrscheinlich eine Verstopfung. Dies kann verschiedene Ursachen haben. Eine ballaststoffarme Ernährung, der Verzehr vieler Knochen oder vielem frischem Fleisch kann zu Verstopfungen führen. Eine weitere Ursache kann ein Darmverschluss sein, z.B. durch Darmpolypen, Narbengewebe oder Fremdkörper, welche gegessen wurden und nicht in den Darm gehören. Auch andere Erkrankungen wie Prostataprobleme, eine schlaffe Beckenbodenmuskulatur, Entzündungen rundum den Anus oder ein Tumor im Becken können den Darm verengen. 


Was sagt mir die Farbe des Stuhlgangs?

Die Farbe des Hundekots wird durch Futter und durch die Funktionsfähigkeit vom Darm, der Bauchspeicheldrüse und der Leber bestimmt. Ein Hund, welcher z.B. Reis nicht gut verdaut, wird einen hellen Hundekot haben. Weißer Hundekot kann jedoch auch die Folge vieler gefressener Knochen sein. Dunkles Futter hingegen färbt den Stuhl dunkel. Schwarzer Kot ist in der Regel alarmierend und kann ein Hinweis auf gastrointestinale Blutungen sein. Milchprodukte machen den Kot gelb. Wenn der Kot einen orangenen Farbton bekommt, kann dies auf einen erhöhten Abbau von Blutzellen weisen. Gras sorgt für einen grünlichen Stuhl.


Was sollte ich bei einem abnormalem Stuhlgang unternehmen?

Fällt Ihnen ein Stuhlgang auf, der anders ist als sonst und Sie sind sich über die Ursache unsicher? Bemerken Sie bei Ihrem Hund Dehydrierungssymptome, Fieber, Blut im Stuhl, Erbrechen, hat Ihr Hund Drang zu pressen und beobachten Sie öfters einen anderen Stuhlgang? Dann konsultieren Sie Ihren Tierarzt! Mit Hilfe von Stuhl- und Bluttests, einer Endoskopie oder einem Futtermittelempfindlichkeitstest kann Ihr Tierarzt dann die Ursache finden.
Wenn Ihr Hund unter einer Verstopfung leidet aber ansonsten gesund ist, können Sie selbst schon viel tun:

  • Achten Sie darauf, dass Ihr Hund weiterhin genug frisst und, ganz wichtig, genügend trinkt. Vor allem der Gesundheitszustand von Welpen kleiner Rassen kann sich schnell verschlechtern.
  • Gehen Sie öfter Gassi. 
  • Machen Sie den Hundekot sofort weg. So verhindern Sie, dass andere Tiere eventuell infiziert werden und auch Durchfall bekommen.
  • Waschen Sie sich Ihre Hände gründlich und vermeiden Sie so, dass Sie selbst krank werden.
  • Füttern Sie Ihrem Hund ein leicht verdauliches Hundefutter.


Leicht verdauliches Futter

Leicht verdauliches Hundefutter kann vom Darm leicht aufgenommen werden. Es bleibt wenig unverdauliches Futter zurück. Wenn Ihr Hund Beschwerden hat, dann ist es ratsam ihm mehrere kleine Futterportionen pro Tag zu geben. Bei Brekz finden Sie ein breites Sortiment an getreidefreiem Futter für Hunde mit einem empfindlichen Magen-Darm Trakt.


Ballaststoffreiches Futter

Im Falle einer Verstopfung können ballaststoffreiche Supplemente helfen. Ballaststoffe machen Hundekot weich. Verfüttern Sie die Ballaststoffe zusammen mit genügend Trinkwasser! Einige (fertige) ballaststoffreiche Futtermittel sind trotzdem schwer verdaulich. Bei Hunden mit Darmbeschwerden ist es daher besser, wie oben beschrieben, Ballaststoffe zum leicht verdaulichem Hundefutter hinzuzugeben.


Hypoallergenes Futter

Wenn Ihr Hund allergisch oder überempfindlich auf bestimmte Futter reagiert, sollten Sie diese vermeiden. Mit Hilfe einer "Eliminationsdiät" können Sie herausfinden, gegen welche Bestandteile des Futter Ihr Hund allergisch ist. Hierbei vermeiden Sie Stück für Stück über mehrere Wochen alle Nährstoffe, auf die Ihr Hund möglicherweise überempfindlich reagiert. Bleiben die Beschwerden weg, wenn Sie Ihren Hund auf hypoallergenes Hundefutter umstellen? Dann kann es gut sein, dass Ihr Hund eine Futtermittelintoleranz hat. Royal Canin Veterinary Diet und Hill's Prescription Diet bieten verschiedene hypoallergene Futter an.


Würmer

Würmer sind Parasiten, welche im Körper Ihres Hundes leben und häufig zu Problemen führen. Sie halten sich im Darm oder an anderen Stellen im Körper auf, wo sie einfach Nährstoffe aufnehmen können, welche eigentlich für Ihren Hund gedacht sind. Darüber hinaus können Sie Körperfunktionen stören und somit die Gesundheit Ihres Hundes gefährden. So gehört unter anderem auch Durchfall zu den Symptomen eines Wurmbefalls. Vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Tierarzt um sich zu einer Entwurmung beraten zu lassen. 

      

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